Israelische Armee plant, auf Linux umzusteigen
"Die beschäftigste Armee der Welt möchte auf Linux umsteigen" -so berichtet "The Inquirer" unter Bezugnahme auf einen Artikel in der israelischen Tageszeitung Ha'aretz. Die Israelische Armee (Israel Defense Forces, IDF) plant aus Kostengründen einen Umstieg auf Linux. Windows sei zu teuer, lautet das Resumee. Dabei zitiert die israelische Ha'aretz den Leiter des IDF-Rechenzentrums, Colonel Avi Kochba: "Heute gibt es einen Trend zum Wechsel zu Open-Source-Systemen. Wir ignorieren das nicht. Zurzeit untersuchen wir, ob Linux-Server als Ersatz für die von Microsoft eingesetzt werden können und ich nehme an, dass einige ausgetauscht werden".
Kochba führt jedoch an, dass es nicht sein Wille sei, Microsoft aus der israelischen Armee zu verdrängen. Die Redmonder werden die Armee in absehbarer Zeit nicht "verlassen". Erst vor kurzem wurde ein Dreijahres-Vertrag mit Microsoft Desktop und Unternehmens-Software unterzeichnet, mit einem Gesamtkostenumfang von 100 Millionen Shekel ($21,288,000).
Im November des vergangenen Jahres hatte die Knesset-Abgeordnete Nehama Ronen von der Zentrumspartei eine Gesetzesinitiative gestartet, die erreichen soll, dass staatliche Stellen ausschließlich auf Open-Source-Software zurückgreifen. Wollen oder können diese nicht Open-Source nutzen, so soll laut Ronen eine explizite Erlaubnis auch die Nutzung von nicht Open-Source-Produkten ermöglichen.
Wie Pro-Linux berichtet, darf Microsoft in Israel keine Produkte verkaufen, die mit dem Erwerb einer weiteren Microsoft-Applikation verbunden sind und Kunden dürfen keine Vergünstigungen bekommen, wenn sie ein Microsoft-Produkt dem eines Konkurrenten vorziehen.
The Inquirer: www.theinquirer.net/?article=6979
Pro-Linux hierzu: www.pro-linux.de/news/2003/5063.html







