Einfuhr von Linux in Irak offiziell verboten
Wie Pro-Linux unter Berufung auf einen Artikel des Linux Journals berichtet, ist seit Mai 2003 offenbar der Export von Linux in Irak andere Länder offiziell verboten. Als Hintergrund wird die starke Verschlüsselung genannt, die in einigen Teilen von Linux zum Einsatz kommt. Ebenso ist die Ausfuhr von Produkten, die Verschlüsselung enthalten in einige Länder verboten. Von dieser Anti-Terror-Maßnahme sind neben dem Irak hiervon auch Kuba, Iran, Libyen, Nordkorea, Sudan und Syrien betroffen. "Daß Linux und andere Verschlüsselungs-Technologien weltweit zum freien Download zur Verfügung stehen, ist wohl noch nicht zu Präsident Bush durchgedrungen," so pro-linux.
Die Sonderregelungen muten etwas seltsam an: So sind die Produkte von Microsoft und Sun als Verschlüsselung für den Massenmarkt anerkannt; diese unterliegen keinen Beschränkungen. Linux hingegen wurde dieser Status noch nicht zuerkannt -ohne wirklichen Grund.
Don Marti, Chefeditor des Linux Journal und Präsident der Silicon Valley Linux User Group (SVLUG)protestiert gegen diese Regelung in einem offenen Brief. Er fordert, entweder für Open-Source-Software eine Ausnahme zu schaffen oder das Exportverbot gegen den Irak ganz aufzuheben.
Information: www.pro-linux.de/news/2003/6305.html







