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LinuxTag e.V. mahnt Firma SCO Group GmbH wegen wettbewerbswidrigem Verhalten

Der LinuxTag e.V. hat am Freitag, den 23. Mai 2003 die Firma SCO Group GmbH wegen wettbewerbswidrigem Verhalten anwaltlich abgemahnt. Ziel der Abmahnung ist es, der Verunsicherung der GNU/Linux-Anwender und der Community entgegenzuwirken. "SCO muss entweder aufhören zu behaupten, dass der Standard- Linux-Kern ihre Rechte verletzt, oder die Beweise auf den Tisch legen", so Michael Kleinhenz, Sprecher des LinuxTag e.V.

Die Firma SCO wurde aufgefordert, bis diese Woche Freitag, den 30. Mai 2003 ihre Behauptungen bezgl. Ansprüchen an den Linux-Kern zurückzunehmen oder ihre Beweise offenzulegen. "Es darf nicht angehen, dass mit unbewiesenen Behauptungen versucht wird, Mitbewerbern von SCO einen wirtschaftlichen Schaden durch Einschüchterung ihrer Kunden zuzufügen und GNU/Linux als offene Plattform nachhaltig im Ansehen zu schädigen.", so Kleinhenz weiter.

SCO hat bis vor wenigen Wochen als Mitglied der UnitedLinux-Allianz selbst den Linux-Kern unter der GNU General Public License verteilt. Dadurch wären auch die von SCO beanstandeten Teile im Kern automatisch Freie Software, da SCO sie selbst zu Freier Software gemacht hat.

"Gerade in dieser Situation zeigt sich die Überlegenheit des Lizensierungsmodells Freier Software: Wenn sich ein Softwarehersteller aus der Entwicklung GPL-lizensierter Software zurückzieht, bleibt deren entwickelte und unter der GPL verbreitete Software für den Kunden weiterhin verfügbar", so sind sich Jürgen Siepmann, Rechtsanwalt und Gründungsmitglied des LinuxTag e.V. und Till Jaeger, Leiter des Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software, einig. "Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Investitionssicherheit in Unternehmen", so Jaeger weiter.

SCO hatte im März die Firma IBM auf eine Milliarde Dollar Schadensersatz verklagt und die IBM-Programmierer beschuldigt, urheberrechtlich geschützten Programmcode in das Betriebssystem Linux eingeführt zu haben.

Kontakt: gebhard@linuxtag.org

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