Schweiz: OSS als gleichberechtigte Alternative prüfen
Der Informatikrat der Schweizer Bundesverwaltung (IRB) hat die im Jahr 2002 angestoßene Strategie für Open-Source-Software für die nächsten vier Jahre verabschiedet.
Darin ist vorgesehen, die quelloffene Software bei jeder Beschaffung für die Schweizer Bundesverwaltung gleichberechtigt mit den bisherigen Produkten wie Windows, MS-Office, Unix und SAP zu prüfen.
Der OSS-Einsatz belebe den Wettbewerb im Bereich der Software, was sich wiederum positiv auf die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Informatiksysteme auswirke, heißt es in dem Strategiepapier.
Derzeit arbeiten 7 Prozent der Server der Schweizer Bundesverwaltung mit Linux. An den einzelnen Arbeitsplätzen soll Linux wohl vorläufig noch nicht eingesetzt werden. Hier gelte das freie Betriebssystem nur als "potenzieller künftiger Standard", es seien aber Ausnahmegenehmigungen für Pilotprojekte vorgesehen.
Anders sieht es bei Büroprogrammen in der Bundesverwaltung aus, bei denen Microsoft Office derzeit Standard ist: Bis Ende 2006 soll es mindestens eine Alternative für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation geben. Bis spätestens Ende 2006 sollen alle zugelassenen Office-Anwendungen mit offenen Standards arbeiten.
Information: www.isb.admin.ch/internet/strategien/00665/01491/index.html?lang=de&PHPSESSID=627640c68d58830b63750734ea1a878b







