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Microsoft und CSU: Beschwerde über Münchner Linux-Entscheidung

Wie heise zu entnehmen ist, wurden aufgrund einer Entscheidung des bayerischen Finanzministers Kurt Faltlhauser die 79 Vermessungsämter der bayerischen Vermessungsverwaltung aus finanziellen Aspekten sowie Sicherheitsmotiven auf Linux umgestellt.

In München hatte erst vor kurzem die Entscheidung, die Münchner Verwaltung auf Linux umzustellen große Furore gemacht. Microsoft war aufgrund dieser Entscheidung angeblich ziemlich vor den Kopf gestoßen. Der Software-Gigant hatte wohl bis zur letzten Minute auf einen Zuschlag für sein Angebot gehofft, in dem er der Stadt München für 30 Millionen die Ausstattung mit 14.000 PCs vorgeschlagen hatte.

Wie heise nun berichtet, möchte die CSU-Fraktion den Münchener Grundsatzbeschluss durch die Regierung von Oberbayern (also der CSU) überprüfen lassen, mit der Begründung, die Steuerzahler hätten mit dem Microsoft-Paket zehn Millionen Euro gespart. Auch Microsoft selbst hatte bereits mit dem Gedanken einer Klage gegen die Entscheidung gespielt. Dass dies jedoch nichts bringen wird, darüber ist sich zumindest die SPD-Fraktion einig, denn die Kostenvorteile der beiden Lösungen können gar nicht verglichen werden.

Hier muss die Rathaus-SPD der CSU wohl erst noch Nachhilfe geben. Dort ist wohl noch nicht verstanden worden, dass die beschlossene Umstellung auf Linux "rein gar nichts mit der Auftragsvergabe an eine Firma zu tun" hat -so eine Pressemitteilung der SPD-Fraktion.

Stadträtin Christine Strobl, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion und Mitglied der städtischen IT-Kommission: "In keiner Weise haltbar ist die Aussage des CSU-Stadtrats Robert Brannekämper, mit Microsoft hätte man zehn Millionen Euro sparen können. Denn wie viel die Umstellung tatsächlich kostet, wird erst die Auftragsvergabe auf Basis des Feinkonzepts zeigen."

Man habe sich bei der Entscheidung allein von sachlichen Gründen leiten lassen. Das sollten auch Microsoft-Vertreter endlich begreifen, so Strobl weiter. Man habe sich nicht aufgrund irgendwelcher ominöser Ideologien für Linux entschieden, sondern die Linux-Option habe insgesamt gesehen "schlicht und einfach" besser abgeschnitten.

Das Open Office Projekt begrüßte die Entscheidung des Stadtrates (www.openoffice.org/).

Siehe hierzu bei heise: www.heise.de/newsticker/data/ola-12.06.03-002/

sowie: www.spd-rathaus-muenchen.de

weiterhin zum Thema Microsoft gibt München nicht auf: www.heise.de/newsticker/data/ola-11.06.03-007/

und bei Spiegel online: www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,252540,00.html

und: www.capital.de/heft/presse/251042.html

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