Die Stadtverwaltung München erwägt den Umstieg von Windows NT auf Linux
Zur Zeit laufen die rund 10.000 Computer der Müncher Stadtverwaltung mit Microsofts Windows NT. Im Juli endet der Support von Microsoft für NT.Deshalb muss nun entschieden werden, mit welcher Software die Computer in Zukunft ausgestattet werden sollen.
Microsoft bietet hierfür ein Lizensmodell an, das allerdings eine hohe finazielle Belastung bedeutet. Der Bayrische Oberste Rechnungshof empfahl deshalb einen Umstieg auf Linux in Erwägung zu ziehen. Eine Studie soll jetzt klären, ob ein Umstieg auf das Open Source Betriebssystem Linux machbar und lohnend wäre. "Mit allen technischen Tricks und Kniffen", so SPD-Stadtrat Gerd Baumann, Leiter der IT-Abteilung der Landesversicherungsanstalt Oberbayern, betreibe Microsoft eine "Monopolpolitik, die eines Tages zu einer totalen und dann überaus kostspieligen Abhängigkeit führen wird".
Auch Microsofts Registrierungszwang bei seinen aktuellen Produkten wird scharf kritisiert. "Wir können nicht kontrollieren, ob Microsoft dadurch womöglich Zugang zu hoch sensiblen Daten der Stadt gewinnt", erklärt AfID-Vize Helmut Hoefer, "das ist inakzeptabel."
Eine Entscheidung der Münchner Stadtverwaltung für Linux würde eine hohe Symbolwirkung zukommen, da hiermit deutliche Signale an die deutsche Wirtschaft ausgesandt werden würden. In vielen Unternehmen muß in nächster Zeit ebenfalls entschieden werden, ob man sich erneut mit Microsoft einläßt, und vielfach stehen ebenfalls Linux oder andere Produkte aus der Open Source Welt als mögliche Alternativen zur Debatte. Es ist deshalb zu erwarten, dass Microsoft mal wieder mit allen Mitteln zu verhindern sucht, dass auf den Münchner PC's ein anderes Betriebssystem als "Windows" läuft - man erinnere sich an die Diskussion für oder wider Linux im Bundestag.
Heise - www.heise.de/newsticker/result.xhtml?url=/newsticker/data/mgo-13.04.02-000







