München als Vorhut der Informationsgesellschaft
Berlin / München 28.05.2003
Presseinformation der Initiative bundestux.de München als Vorhut der Informationsgesellschaft
Die Initiative bundestux begrüßt die Entscheidung der Münchener Stadtratsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen für Freie Software.
"Wir begrüßen die zukunftsfähige und richtungsweisende Entscheidung der Münchner Stadtratsfraktionen", erklärte Andreas Gebhard von der Initiative bundestux.de. "Auch wenn Microsoft sich jetzt Mühe gibt, die Entscheidung durch das Verbreiten von Furcht und Unsicherheit noch einmal rumzureißen, sind wir zuversichtlich, dass die Fraktionen bei ihren am Montag gefassten Positionen bleiben."
Nach den Verwirrungen der vergangenen Wochen haben die Stadtratsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen auf Ihren Fraktionssitzungen am Montag beschlossen, die gesamte IT-Infrastruktur der Landeshauptstadt auf Freie Software umzustellen. [1] [2]
Nachdem im vergangenen Jahr schon die baden-württembergische Stadt Schwäbisch Hall die vollständige Migration ihrer IT-Infrastruktur auf Linux begonnen hat, wäre München die erste Großstadt, die diesen zukunftsweisenden Schritt vollzieht. [3]
"Eine Entscheidung Münchens für Linux hätte einen besonderen Leuchtturmcharakter für andere Kommunen," betonte Andreas Gebhard, "weil hier erstmals die gesamte Verwaltung einer Millionenstadt auf Freie Software umgestellt würde."
Beide Fraktionen betonen in Ihren Stellungsnahmen besonders die längerfristigen Vorteile einer Open-Source-Lösung, die die Initiative bundestux.de bereits in Ihrer Kampagne für die Einführung von Linux auf den Rechnern der Bundestagsverwaltung hervorgehoben hatte. [4]
"Schon deshalb befürchten wir nicht, dass der Münchener Stadrat noch einmal umkippt", erklärte Andreas Gebhard. Microsofts Behauptung, nur auf Grund einer Wettbewebsverzerrung unterlegen zu sein, bezeichnet Andreas Gebhard als "besonders absurd", da Microsoft sich in den letzten Wochen selbst wiederholt Vorwürfen der Wettbewebsverzerrung aussetzen musste. [5]
"Die Entscheidung der Gemeinde Frankfurt a.M. weiterhin auf Microsoft zu setzen ist natürlich bedauerlich. Aber wir gehen davon aus, dass dies in den nächsten Jahren zumindest dazu genutzt werden kann, die Behauptung von Microsoft zu widerlegen, ihre Systeme seien auch längerfristig preisgünstiger", zeigte sich Andreas Gebhard zuversichtlich. [6]
Bundestux ist eine Kampagne zu Förderung von Freier Software und GNU/Linux in der öffentlichen Verwaltung. Ursprünglich sollte mit der Kampagne die Entscheidung über das neue Betriebssystem im Deutschen Bundestag begleitet werden; dafür wurde sie im Januar 2002 gegründet. Nach dem großen Erfolg der Kampagne in dieser Diskussion entschieden sich die Macherinnen und Macher von bundestux.de, die Webseite zu einem Informationsportal über den Stand der Einführung Freier Software in öffentlichen Verwaltungen auszubauen. Die Kampagne wurde ins Leben gerufen von der Berliner Agentur werk21.
[1] <a title="Externer Link zu www.spd-rathaus-muenchen.de/presse/press39-linux_030526.pdf (Neues Fenster)" target="_blank" href="http://www.spd-rathaus-muenchen.de/presse/press39-linux_030526.pdf">2] www.gruene-muenchen-stadtrat.de/seiten/texte/presse_htm/P03/presse_0306/presse_030526.html <a title="Externer Link zu www.schwaebischhall.de/suchen/pressearchiv.cfm?paramkey=263 (Neues Fenster)" target="_blank" href="http://www.schwaebischhall.de/suchen/pressearchiv.cfm?paramkey=263">4] www2.bundestux.de/bundestux_alt/erklaerung.html <a title="Externer Link zu www.heise.de/newsticker/data/anw-27.05.03-001/ (Neues Fenster)" target="_blank" href="http://www.heise.de/newsticker/data/anw-27.05.03-001/">6] www.ftd.de/tm/it/1052558379438.html?nv=wn
>ca. 2900 Zeichen.
Weitere Informationen: Andreas Gebhard +49.175.152 14 18 gebhard@linuxtag.org
Florian Bokor +49.30.28 48 48-30 florian.bokor@werk21.de







