Inland
 Anwendungen
 Berlin
 Bildung
 Distributionen
 Geschichtliches
 Kommunen
 Literatur
 Migrationsstudien
 Meldungen
 Rechtliche Aspekte Freier Software
 Sicherheit
 Wirtschaft
 Europa
 Afrika
 Asien
 Australien
 Entwicklungsländer
 Naher Osten
 Nordamerika
 Südamerika

Dänische Städte unter Linux?

19.02.2002: Dänische Stadtverwaltungen evaluieren Open-Source-Alternativen zu Microsofts Desktop-Software

Auslöser für die Suche nach Alternativen ist die 30%ige Preiserhöhung für Windows 2000 und Office 2000 Lizenzen.Die Bedingungen enthalten ein Software Leasing Modell, das die Verwaltungen dazu zwingt immer die neueste Version der Microsoft Software einzusetzen, ob dies erforderlich ist oder nicht.

"Wir meinen nicht, dass die Verwaltung das Geld der Steuerzahler in dieser Weise ausgeben sollten und wir sehen nicht den Gegenwert, den wir dafür erhalten," sagte Lembøl,ein IT-Manager der dänischen Stadt Slagelse gegenüber The Register.

"Die Suche nach Alternativen liegt nicht nur an unserer Verärgerung über Microsoft, sondern wir suchen nach Produkten mit einem akzeptablen Preis und dem Gegenwert für den Benutzer."

Unter der Schirmherrschaft der Vereinigung Dänischer Stadtverwaltungen untersuchen sieben dänische IT-Direktoren, wie weit Open-Source-Softwarepakete statt Microsoft Produkte eingesetzt werden können.

Besonders sind sie aufgrund des Einsparpotentials gegenüber Office 2000 und des minimalen Bruchs bei der Umstellung an StarOffice 6 interessiert. Die Umstellung auf StarOffice könnte ungefähr 100 Euro per Benutzer und Jahr an Lizenzkosten sparen. Nach Beendigung der Tests von StarOffice 6 in ungefähr 2-3 Monaten wollen die sieben Manager Empfehlungen für ihre Kollegen in anderen Stadtverwaltungen herausgeben. Die Empfehlungen sind zwar nicht bindend, aber die Aussicht, dass 275 Stadtverwaltungen mit 55.000 Arbeitsplatzsystemen ein Auge auf Open-Source-Alternativen werfen, ist wohl eine unwillkommene Neuigkeit für Microsoft.

"Dies bedeutet keine Kriegsführung gegen Microsoft. Der wesentliche Zweck der Untersuchung ist nicht Druck auf Microsoft auszuüben, sondern wir möchten nur die Wahlfreiheit beim Kauf und Miete von Software. Wenn Microsoft seine Meinung bezüglich seiner Preispolitik ändert, würden wir das begrüssen," meint Lembøl."Wir lassen die Stimmigkeit, die uns Microsoft bietet, nicht ausser acht, aber wir haben auch die Verpflichtung Alternativen zu suchen, die den Stadtverwaltungen ermöglicht Kosten zu reduzieren.

Nach Beendigung der Evaluierung von StarOffice planen Lembøl und seine Kollegen auch eine Untersuchung ob Linux als Ersatz für Windows 2000 Server eingesetzt werden kann. Durch den Einsatz einer Office-Alternative steht der Umstieg auf Linux für die Arbeitsplatzsysteme ganz oben auf der Tagesordnung. "Information: The Register

The Register - www.theregister.co.uk/content/4/24131.html

Aktuell

Linux-Verband kritisiert scharf die Vergabepraxis der Bundestagsverwaltung
05.05.2007 - Unter Berufung auf interne Informationen, die dem ...
Niedersächsische Steuerverwaltung stellt auf Linux um
01.06.2006 - Das Land Niedersachsen hat mit der Umrüstung der ...
Französische Gendarmerie nutzt Firefox und Tunderbird
16.02.2006
Knapp die Hälfte der Ämter in der EU arbeitet mit Open Source - oft ohne es zu wissen
26.10.2005
Bericht über den Linux-Kongress in Hamburg
25.10.2005

(c) 2002-2007 by werk21 - Impressum - Suchen