BMWA: keine explizite Förderung freier Software mehr
Wie Heise unter Berufung auf eine Aussage Ulrich Sandls, Referatsleiter IT-Sicherheit im Bundeswirtschaftsministerium, berichtet, möchte das Bundeswirtschaftsministerium Einzelprojekte im Bereich freier Software nicht mehr gezielt fördern. Sandl hatte sich dazu Ende vergangener Woche auf dem "eGovernment"-Kongress der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di geäußert. Laut Sandl setzt das BMWA seine Prioritäten auf die Verknüpfungsarbeit zwischen dem Standard S/MIME, den vor allem das Bundesinnenministerium präferiere, und GnuPG/PGP.
Generell setze das Wirtschaftsministerium darauf, den Wettbewerb zwischen freier Software und der proprietären Welt allgemein zu verstärken.
Ein Gutachten von einem "nicht weltanschaulich gebundenen Institut" solle neue verbindliche Ausschreibungskriterien definieren. Weiterhin führt Sandl wohl an, Linux sei "ein gutes Druckmittel", um auch Microsoft auf offene Schnittstellen und Standards zu verpflichten. "Wir kriegen jetzt alles frei Haus, was wir uns früher nicht einmal zu wünschen gewagt haben", erklärte der Regierungsvertreter unter Anspielung auf das erweitere Shared-Source-Programm.
Information: www.heise.de/newsticker/data/wst-13.05.03-001/







