Vorstellung: Das Projekt Oekonux
Das Projekt Oekonux arbeitet seit Juli 1999 an der Frage, ob und inwieweit die Prinzipien Freier Software-Entwicklung - Verwertungsfreiheit, individuelle Selbstentfaltung, kollektive Selbstorganisation und globale Vernetzung - entscheidende Impulse für eine neue Gesellschaft geben können.
In der Freien Software wird tagtäglich ein neues Modell der Produktion praktiziert. Wir denken darüber nach, ob dieses Modell auf andere gesellschaftliche Bereiche übertragen werden kann bzw. untersuchen Beispiele, wo dies schon (ansatzweise) geschieht.
Auf dieser Grundlage werden utopische Gedanken diskutiert, die bis hin zu möglichen Organisationsformen einer Gesellschaft gehen, in der individuelle und kollektive Selbstentfaltung die Hauptquelle der gesellschaftlichen Produktivität ist und somit die derzeitige auf Lohnarbeit, Geld und Tausch beruhende Wirtschaftsform perspektivisch aufhebt. In diesen Argumentationen ist die Produktionsweise Freier Software die Keimform eines auf freiwilliger und selbstorganisierter Zusammenarbeit beruhenden Gesellschaftsmodells. In anderen Argumentationen im Projekt ist sie zumindest ein Lehrbeispiel für funktionierende Selbstorganisation.
Untermauert werden die Diskussionen im Projekt von einer genauen Beobachtung der aktuellen Entwicklungen in der Freien Software und anderen Bereichen, die eine Übertragung derer Prinzipien versuchen. Dazu gehören natürlich auch kritische Stimmen innerhalb und außerhalb des Projekts.
("Call for Paper" der 2. Oekonux-Konferenz). Weitere Informationen zu oekunux unter www.oekonux.de







