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Erster Einsatz von Open Source Software in Whitehall

19.02.2003: Von Sarah Arnott, 19.02.2003, auf www.vnunet.com, eine gemeinsame Beschaffungsplattform könnte der Durchbruch sein.

Die britische Regierung denkt erstmals über den weitlaufenden Gebrauch von Open Source Software in einem großen Softwareprojekt nach.

Die zentrale Versorgungsstelle der britischen Regierung, das „Office of Government Commerce“ (OGC) plant die Entwicklung einer gemeinsamen Plattform um Beschaffungsinformationen zwischen verschiedenen Abteilungen der Regierung aus zu tauschen.

Potentielle Lieferanten werden eingeladen Entwicklungspläne für das System Anfang dieses Sommers vorzustellen und die OGC sagte, dass der Einsatz von Open Source Software eine Möglichkeit sei.

„Ist es an der Zeit, dass die Regierung Open Source Software annimmt, weil sie plattformübergreifend ist? Diese Debatte muss angeregt werden um die Richtung zu entscheiden, in die wir uns entwickeln werden“ sagte ein Sprecher der OGC gegenüber der Zeitschrift Computing.

„Wir schauen uns die verschiedenen Optionen auf Grundlage Ihrer Rentabilität und Ihrer Möglichkeiten ein System zu liefern, dass in allen Bereichen der Regierungsarbeit eingesetzt werden kann. In dieser Phase wird nichts ausgeschlossen.“

Der Sieg eines Open Source Systems würde ihm bescheinigen, dass es sich dabei um eine echte Alternative zu kommerziellen Plattformen wie Unix und Windows handelt, aber allein die Tatsache, dass ein solches System in die Überlegungen einbezogen wird ist wichtig.

Letzten Sommer ergab eine öffentliche Anhörung des Finanzministerium, dass die Regierung „vermeiden sollte von propriäteren Computerprodukten und Services abhängig zu werden.“

Wenn die gemeinsame Beschaffungsplattform der OGC mit Open Source Software umgesetzt werden sollte, wäre es der erste Einsatz von OSS in einem zentralen Projekt der Regierung, das diese Empfehlung in die Praxis umsetzt.

„Es ist ein großer Fortschritt, dass Open Source Software in Erwägung gezogen wird, aber es ist noch ein weiter Weg,“ sagte Ashim Pal, Vizepräsident des Analysten Meta Group.

Er sagte, „Dies wäre ein großer Sieg, aber zu dieser Zeit gibt es nut Spekulationen.“

Die einzelnen Abteilungen der britischen Regierung haben derzeit keine Möglichkeit Informationen über Ihre Beschaffung aus zu tauschen. Es wäre nicht praktisch ein einziges System zu entwickeln, über das alle Beschaffungen der Regierung abgewickelt würden, sondern eine Plattform zu entwickeln, die die verschiedenen von einander unabhängigen Systeme miteinander verbindet und es so ermöglicht Daten auszutauschen.

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