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Das Argument für Linux ist auch ein kulturelles

18.02.2003: Von Jack Kapica, www.globetechnology.com, 13.02.2003

Bei Microsoft denk mensch nicht sofort an eine kulturelle Macht, dennoch hat das Ungetüm eine entscheidende Rolle in zwei größeren kulturellen Auseinandersetzungen gespielt. Der erste stellte Macintosh- gegen Windowsanhänger; die zweite ist eine Auseinandersetzung zwischen Windows- und LinuxunterstützerInnen. Der erste war auf einzelne UserInnen begrenzt; der zweite spielt sich hauptsächlich in der Wirtschaft ab.

Linuxanhänger verursachen ein Menge Lärm in ihren Bemühungen die DV-Abteilungen zum weiteren Einsatz der OpenSourceSoftware zu bewegen und die bisherigen Serversysteme, von denen viele von Microsoft stammen, zu ersetzen. Die Linux UnterstützerInnen wissen, dass sie die Vorherrschaft nicht einfach erringen werden; Firmen werden immer noch von einem wirtschaftlichen Klima der Besonnenheit geführt, soll heißen, dass konservative Entscheidungsfindung immer noch wichtiger ist als revolutionäres Denken, wie die Restrukturierung der gesamten Serverarchitektur.

Die Pro Linux Lobby argumentiert, dass das OpenSource System billig (oder sogar kostenfrei) ist, dass es eine viel bessere Geschichte in Bezug auf Sicherheit und Verwundbarkeit durch Viren hat, dass es hervorragend angepasst werden kann, viel stabiler ist und dass es nicht die allerbesten Prozessoren benötigt um zu laufen.

Hierbei handelt es sich um zwingende Argumente, Musik in den Ohren von IT-Managern, die unter einem gewaltigen Druck stehen Kosten zu minimieren. Aber die Gründe für IT-Entscheider nicht alles fallen zu lassen und auf Linux zu migrieren sind ähnlich zwingend.

Bevor Sie sich bewegen brauchen sie die Zusicherung, dass das System ausgereift ist und mit zukünftigen groß angelegten Produkten – wie Customer Relationship Management – kompatibel ist. Sie Schätzen die Stabilität von Linux, aber argumentieren, dass Windows mittlerweile auf Servern auch relativ stabil läuft und dies meisten viralen Angriffe abgewährt werden können, wenn diese sorgfältig gepacht werden. Auch wollen sie Zusicherungen, dass das System kosteneffizient auf der bestehenden Hardware weiterlaufen kann und nicht innerhalb weniger Jahre große Kosten für das Upgrade des gesamten Systems auf sie zukommen.

Dann gibt es da kulturellere Gründe: Unternehmen mögen es nicht Geschäfte mit der anonymen Gemeinde der Code-Krieger zu machen, die Linux entwickeln; sie kaufen lieber bei Händlern, die dass Produkt auch betreuen können. Sie schätzen es im Voraus über geplante Entwicklungsschritte der Software informiert zu werden, anstelle darauf zu warten, was sich ein loses Netzwerk von Programmierern ausdenkt.

Es ist ein klassisches Zusammentreffen: LinuxunterstützerInnen stützen ihre Argumente auf den Source Code, während wirtschaftliche Entscheider ihre Entscheidungen damit begründen, wie sie diese gegenüber ihren Vorgesetzten und Teilhabern vertreten können, von denen die meisten nicht sehr technikorientiert sind.

www.globetechnology.com/servlet/ArticleNews/gtnews/TGAM/20030213/TWKAPI [Weiterlesen >> (englisch)]

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